Warum Katzen sich gerne putzen? Gründe für die besondere Reinlichkeit!

Der Putztrieb der Katze – Katzen gelten als besonders saubere Tiere

Die sogenannte Katzenwäsche bei Katzen dient nicht nur der eigentlichen Reinigung. Vielmehr ist hiermit noch eine Vielzahl weiterer Optionen verbunden. Die sogenannten großen Katzen, wie Löwen, verstehen die Katzenwäsche tatsächlich lediglich als eine Art die Tatzen zu säubern. Die normale Hauskatze hingegen erweist sich in diesem Segment als ein echter Reinheitsfanatiker. In Summe verbringt eine Katze ca. 30,00 % ihres Lebens damit sich zu putzen. Täglich investiert sie hierbei im Durchschnitt 3,5 h für eine adäquate Schönheitspflege.

Ständiges Putzen der Katze
Katzenhalter kennen das Bild nur zu gut. Die Katze putzt sich mit einer hingebungsvollen Leidenschaft. Doch warum verbingen Katzen so viel Zeit mit dem Putzen? Foto: axelbueckert/Bigstock

Die Zunge einer Katze weist im Übrigen sogenannte hornige Häkchen auf. Durch diese hornigen Häkchen ist es ihr möglich, dass sowohl lose Haare, wie auch Parasiten oder Kletten entfernt werden können. Das kontinuierliche Rupfen am Fell und Zerren regt parallel hierzu die Hautdurchblutung an. Es animiert die Funktionsweise der Talgdrüse sowie die Fettabsonderung. Diese Vorgehensweisen forcieren die Geschmeidigkeit des Pelzmantels und halten das Fell wasserdicht. Aufgrund dieser Vorgehensweise erhält jede Katze ihre eigene individuelle Duftnote. Eine Katze kann ihre Artgenossen dadurch bereits von weitem erkennen.

Putzen anstatt zu schwitzen

Das Fell einer Katze besteht unter anderem aus Deckhaar und Unterwolle. Diesen Bereich untergliedert man in Leit- sowie in Grannenhaare. Die bestehenden Leithaare ordnen sich in diesem Kontext kreisförmig um die Wollhaare ein. Hierbei handelt es sich um die Haare, die die Katze sträuben kann. Die Grannenhaare, die in Büscheln wachsen, können durchaus kürzer und dicker sein. Die gegebene Wuchsrichtung der Haare ist hierbei so organisiert, dass Flüssigkeit optimal abrinnen kann. Katzen haben einen Wärmeschutz in der Form einer Unterwolle, der in Abhängigkeit der Rasse zwischen 1,00 cm bis 5,00 cm ausfallen kann. Bei Kälte werden die sogenannten Leithaare durch die vorhandenen Muskeln in der Region der Haarballen aufgerichtet. Zwischen den Fellschichten kann sich die Luft hierbei aufheizen. Im Sommer hilft das Putzen der Katze, um eine konstante Körpertemperatur zu erhalten, die sich zwischen 38 und 39 Grad befindet.

Katzen haben lediglich am Kinn sowie den Ballen ein paar Schweißdrüsen. Mit dem Ablecken verteilen sie kontinuierlich Speichel über das Fell. Hierbei entsteht eine Art Verdunstungskälte, die ihnen Abkühlung verschafft. Dieser Vorgang verbirgt für die Katze jedoch noch den entscheidenden weiteren Vorteil, dass parallel hierzu Vitamin D aufgenommen wird. Der Putzvorgang sorgt bei Katzen im Übrigen weiter dafür, dass sie durstig werden. Das Wasser verfolgt hierbei die natürliche Funktion einer Klimaanlage. Deshalb müssen sie viel trinken, um für sich einen körperlichen Ausgleich zu organisieren. Grundsätzlich sollten Katzenbesitzer im Übrigen zwingend darauf achten, dass vor allem im Sommer genügend Flüssigkeit für die Katze bereitsteht, da der Wasserbedarf hier sehr hoch ist.

Mit feuchten Händen die Katze unterstützen

Katzenbabys haben bereits einen natürlichen Putzinstinkt der ihnen angeboren ist. Obwohl der natürliche Instinkt durchaus gegeben ist, müssen die Babys dennoch in die Katzenschule der Mutter gehen. Bereits nach 6 Wochen sind die Katzenbabys dazu in der Lage sich selbst sauber zu halten.

Vor allem ältere bzw. dickere Katzen, kommen mit ihren Zungen nicht mehr überall hin und brauchen ggf. Unterstützung, um bei sich alles in Ordnung zu halten. Langhaarkatzen beispielsweise freuen sich darüber, wenn man sie regelmäßig bürstet. So wird verhindert, dass das Fell sich verfilzt. Tote Haare können einfach ausgekämmt werden. Gerade im Sommer freuen sich jedoch auch Kurzhaarkatzen darüber, dass sich die Besitzer um eine erhöhe Pflege kümmern.

Empfehlenswert in diesem Kontext ist beispielsweise, dass man der Katze mit feuchten Händen über das Fell streichelt oder stellvertretend hierfür ein Fensterleder nutzt. Die Streichrichtung, die man hierbei verwenden sollte ist im Übrigen in Strichrichtung über das Fell. Dieser Unterstützungsvorgang erspart der Katze einmal das Lecken ganzheitlich und kühlt zusätzlich. Katzenbesitzer sollten bei ihren Katzen auch immer darauf achten, dass keine vermehrte Schuppenbildung existiert. Wenn so etwas festgestellt wird, dann ist es wichtig auch den Schlafplatz der Katze zu kontrollieren. Sollten auch hier vermehrte Schuppenbildungen zu finden sein, ist der Gang zum Tierarzt unvermeidlich. Katzen reinigen sich in der Regel von alleine so gründlich, dass Schuppenpartikel einfach entfernt werden. Eine vermehrte Schuppenbildung ist folglich bedenklich und verweist auf eine mögliche Hauterkrankung oder einen Flohbefall. Ebenso empfehlenswert ist es darauf zu achten, dass sich Katzen auch nicht die Ohren von alleine waschen können. Tritt ein schwarzbrauner Krustenbefall auf, so kann das ein Indiz für Ohrmilben sein. Die Weitergabe dieser Ohrmilben kann im Übrigen aufgrund des Putzens bei den Katzen untereinander erfolgen. Auch hier ist ein Gang zum Tierarzt unvermeidlich.

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Letzte Aktualisierung am 17.07.2018 um 09:32 Uhr / Werbung / Bilder: Amazon

tägliches Putzritual der Katze
Wie lange putzen sich Katzen am Tag? Die Katze kann sich schon mal bis zu 3,5 Stunden pro Tag mit dem Putzen beschäftigen. Warnsignale sollten auftreten, wenn Sie feststellen: Die Katze putzt sich nicht oder plötzlich deutlich mehr als sonst. Auch wenn sich die Katze ständig am Po putzt, könnte dies auf gesundtheitliche Probleme hindeuten und ein Gang zum Tierarzt zur Kontrolle rechtfertigen. Foto: webkatrin/Bigstock

Das Putzen als Stresssignal

Wenn sich eine Katze auf einmal recht viel putzt und kahle oder wunde bzw. verletzte Stellen auffallen, so ist ein Befall mit Parasiten hier ein möglicher Grund. Es kann jedoch auch ein Indiz für Stress vorliegen. Katzenbesitzer sollten im Allgemeinen ihre Haustiere gut beobachten. Sollte Ihnen beispielsweise ebenso eine verminderte Fellpflege auffallen, so ist ebenso eine erhöhte Aufmerksamkeit wichtig. Die Ausprägungen von möglichen Auffälligkeiten sind groß. Auch ist es denkbar, dass Stress bei dem Tier existiert, wenn es einst ein recht geselliges und soziales Tier war und sich nun beinahe vollkommen zurückzieht. Das Putzen der Katze darf in diesem Kontext jedoch auch als ein Mittel zum Stressabbau eingruppiert werden.

Die Fellpflege wird von der Katze im Übrigen auch oft als sogenannte Übersprunghandlung genutzt. Es ist beispielsweise immer wieder zu beobachten, dass sich Katzen mit dem Putzen selbst ablenken bis hin zum Beruhigen. Auffallend in diesem Kontext ist ebenso, dass Katzen mit ihren Besitzern schmusen und sich dann hinterher vermehrt pflegen. Hier gibt es unterschiedliche Erklärungsansätze. Zum einen vermutet man, dass sie den Eigengeruch wieder herstellen wollen. Zum anderen wird vermutet, dass sie den menschlichen Geruch noch etwas genießen möchten.

Fazit – Ständiges putzen bei Katzen

Das Putzverhalten von Katzen ist eine sehr umfassende Angelegenheit.

Gründe für das Putzen der Katzen im Überblick:

  • Reinigung
  • Imprägnierung
  • Aufbau der „Visitenkarte“
  • Putzen, um zu schwitzen
  • Entspannung und Stressabbau
  • Ordnung im Pelz

Das Putzen dient dazu den Körper der Katze schlicht zu reinigen und von Parasiten und überflüssigen Haaren zu befreien. Da die Schweißregulation einer Katze jedoch unterausgeprägt ist, dient es ebenso als Mittel dafür den Körper herunter zu kühlen. Katzenbesitzer sollten insbesondere bei warmen Temperaturen darauf achten, dass die Katze ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt und ihr Tier beobachten, um festzustellen, ob gegebenenfalls Beeinträchtigungen der Katze zu erkennen sind.