Duftmarkierung der Katze – Das sollten Sie wissen

Die “duftende” Katzenkommunikation oder das Markierungsverhalten der Katze

Es ist bei einigen Katzen nicht gänzlich unüblich, dass sie ihren Urin nicht auf der dafür vorgesehenen Katzentoilette, sondern vielmehr im Haus oder in den vier Wänden des Katzenbesitzers absetzen. Den unerfahrenen Katzenbesitzer wird dieses Verhalten vielleicht vor ein Rätsel stellen und die Vermutung nahelegen, dass die Katze die Katzentoilette nicht als solche akzeptiert. Nicht immer jedoch steht bei einem derartigen Verhalten der Katze die Erleichterung des Urins im Vordergrund, vielmehr kann dieses Verhalten auch andere Gründe haben. Die Duftmarkierung der Katze im Haushalt ist durchaus ein Thema, mit welchem sich der Katzenfreund in einem derartigen Fall auseinandersetzen sollte.

Die Katze uriniert nicht immer an gewisse Stellen im Haushalt, weil sie dem Ruf der Natur folgt. Vielmehr steckt in vielen Fällen eine Markierung des eigenen Reviers dahinter.

Duftmarkierung der Katze im Garten
Symbolfoto: Von Georgy Dzyura/Shutterstock

Woran lassen sich Harnmarkierungen als solche erkennen?

Die Hauptschwierigkeit, der sich ein Katzenbesitzer bei einem derartigen Fall ausgesetzt sieht, liegt in der Unterscheidung zwischen der Nichtakzeptanz der Katzentoilette und der Duftmarkierung mittels Harn. Diese Unterscheidung ist indes nicht gänzlich einfach, es gibt jedoch durchaus auch Indizien für das Markierungsverhalten der Katze. Hierbei ist es jedoch wichtig, dass die Katze sozusagen in flagranti erwischt wird.

Eine Katze, die mittels Harn ihr Revier markiert, zeigt folgende Verhaltensweisen dabei:

  • hochgestreckter und leicht zitternder Schwanz
  • tippelnde Hinterbeine während des Harndrangs
  • der Urinstrahl wird regelrecht waagerecht hinten von der Katze weg gesprüht

Auch die Stellen, welche mittels des Harns durch die Katze markiert werden, zeigen eine gewisse Symptomatik auf. In der Regel markieren Katzen senkrechte Stellen in den vier Wänden des Katzenbesitzers. Infrage kommen dabei sowohl Schränke als auch Fensterrahmen.

Sicherlich ist es im Alltag nicht immer gänzlich einfach, die Katze bei diesem Verhalten zu beobachten. Falls dies nicht möglich sein sollte und der Katzenbesitzer immer nur den Urin an bestimmten Fällen vorfindet, so lässt die Menge des Urins auf ein Markierungsverhalten der Katze schließen. Für gewöhnlich markieren Katzen ihr Revier nur mit sehr kleinen Mengen an Urin, sodass eine Unterscheidung des Markierungsverhaltens der Katze und der Nichtakzeptanz der Katzentoilette oder der Unsauberkeit auf diesem Wege durchaus möglich ist. Bedauerlicherweise jedoch ist dies nur ein Anhaltspunkt und gibt keine endgültige Garantie, da das Harnverhalten jeder Katze unterschiedlich ist. Wenn der Katzenbesitzer bei seiner Fellnase bereits in der Vergangenheit ein sehr starkes Harnverhalten festgestellt hat und sich an den senkrechten Stellen in den vier Wänden nur eine geringe Menge befindet, so spricht dies für ein Markierungsverhalten der Katze. Bedauerlicherweise ist es jedoch auch so, dass jede Katze ihr Revier auf ihre gänzlich eigene Art und Weise markiert. Manch eine Katze markiert ihr Revier mit nur sehr wenig Harn während hingegen andere Katzen für die Markierung regelrecht die halbe bzw. ganze Blase vollständig entleeren. Aus diesem Grund wird an dieser Stelle auch sehr ausdrücklich davon gesprochen, dass es sich dabei nur um ein Indiz für ein Markierungsverhalten der Katze handelt.

Warum markiert eine Katze ihr Revier überhaupt mit Harn?

Für den Katzenbesitzer ist es wichtig zu wissen, dass die Duftmarkierung des eigenen Reviers für die Katzen ein völlig natürliches Verhalten darstellt. Durch die Duftmarkierung wird eine Art Visitenkarte der Katze hinterlassen, welches anderen Katzen ein klares Signal geben soll. Dieses Signal bezieht sich dabei sowohl auf das Geschlecht der Katze als auch darauf, wann genau die Katze an dem bestimmten Ort gewesen ist und welchen Gesundheitszustand sie aufweist. Auch die psychische Verfassung der Katze wird durch die Duftmarkierung an andere Katzen weitergegeben. Durch die Duftmarkierung wird auch die reine Präsenz als solche mitgeteilt und dabei die Revieransprüche unterstrichen. Diese Ansprüche beziehen sich bei den nicht kastrierten Katzen in erster Linie auf die Fortpflanzung. Durch die Duftmarkierung kann eine Katze ihre Paarungsbereitschaft signalisieren und dabei sogar ihre geeigneten Favoriten direkt ansprechen. Bei kastrierten Katzen jedoch werden durch die Duftmarkierung Ansprüche abseits der Fortpflanzung signalisiert. Diese Ansprüche beziehen sich dann auf das Revier mitsamt seinen Ressourcen wie beispielsweise die Jagdbeute oder die Jagdgründe inklusive der besonders sonnigen Plätze oder der Rückzugsorte deutlich unterstrichen. Aus diesem Grund ist auch die Kenntnis wichtig, dass nicht nur Kater ihr Revier mittels Harn markieren. Auch die holde Weiblichkeit unter den Fellnasen markieren ihr Revier auf die gleiche Art und Weise und geben dabei deutlich zum Ausdruck, dass dieses Revier nicht frei ist.

Für wen ist die Duftmarkierung der Katze gedacht?

Sollten sich die Duftmarkierungen der Katze innerhalb des Hauses oder der vier Wände des Katzenbesitzers befinden können die Adressaten äußerst vielfältig sein. Hierbei kommt es dann ganz entscheidend auf die Stelle innerhalb der vier Wände an, an denen die Duftmarkierungen zu finden sind. Bei Fenstern und Terrassentüren oder Haustüren sind in erste Linie die Katzen aus der direkten Nachbarschaft die Adressaten der Duftmarkierung, da Katzen auf diese Art und Weise mögliche Konflikte ohne die viel berühmten Kämpfe unterhalb von Katzen regeln. Bei einem Haushalt mit mehreren Katzen finden sich derartige Duftmarkierungen in der Regel an strategischen Plätzen wie beispielsweise dem Kratzbaum und der direkte Adressat ist dann die Katze bzw. die Katzen, die sich ebenfalls im Haushalt befinden.

Die möglichen anderen Gründe für die Duftmarkierung der Katze

Es ist durchaus denkbar, dass eine Katze auch eine Duftmarkierung setzt, ohne dass dabei das eigene Revier im Vordergrund steht. Auch Aufregung kann ein Grund für die Duftmarkierung der Katze sein. Bei einem derartigen Grund fungiert die Duftmarkierung für die Katze dann als Art Ventil, durch welches die Katze dann ihre inneren Spannungen abbauen kann. Es ist nicht gänzlich geklärt, inwiefern Katzen diese Duftmarkierungen aus Aufregung heraus bewusst durchführen. Es ist durchaus auch möglich, dass dies eine automatische Reaktion des Katzenkörpers auf den Stress oder die Aufregung ist. Die Katze nutzt dieses Ventil dann, um auf diejenigen Bedürfnisse aufmerksam zu machen, welche nicht von der Katze eigenständig befriedigt werden können. Der direkte Adressat für die Duftmarkierung ist in diesem Fall der Mensch.

Mögliche Mitteilungen, welche die Katze an den Katzenfreund geben möchte, sind

  • das Verlangen, das Haus oder die vier Wände zu verlassen
  • Hunger
  • die direkte Aufforderung nach mehr Aufmerksamkeit

Diese Form der Duftmarkierung ist in diesem Fall dann als Ausdruck der Hilflosigkeit zu verstehen, welche die Katze in dem Moment verspürt.

Reviermarkieren Katze
Katze markiert ihr Revier – Symbolfoto: Von Georgy Dzyura/Shutterstock.com

Welche Maßnahmen sollten bei Duftmarkierungen der Katze ergriffen werden?

Da es mitunter sehr schwierig für den Menschen ist, den Grund der Duftmarkierung herauszufinden, sollte zunächst erst einmal eine Vorstellung bei einem Tierarzt erfolgen. Mit diesem Besuch werden dann gesundheitliche Gründe für die Duftmarkierung ausgeschlossen, sodass die Suche nach möglichen anderen Gründen begonnen werden kann. Bei einem Mehrkatzenhaushalt kann es durchaus wirksam sein, die Privatsphäre der markierenden Katze zu sichern. Sollte die Katze durch die Duftmarkierung andere Katzen aus der Nachbarschaft abschrecken wollen ist es sinnvoll, einen Sichtschutz zu errichten. Sollte der Grund für die Duftmarkierung in der Aufregung liegen gilt es, diese Aufregung abzumildern. Für den Katzenfreund bedeutet dies, dass der gewohnte Tagesablauf dahingehend verändert werden muss, dass die Katze harmonischer damit umgehen kann. Auf die Bedürfnisse der Katze sollte in diesem Fall stärker eingegangen werden, sodass die Katze keinen Drang mehr zu einer Duftmarkierung verspürt. Bei einer Duftmarkierung aus Hunger heraus sollte durch eine kleine Futterportion zwischendurch entsprechend reagiert werden. Wie bereits erwähnt gibt es kein allgemeingültiges Patentrezept, sodass ausgiebiges probieren eindeutig über studieren geht.

Sollte die Katze sehr große Mengen an Harn für die Duftmarkierung verwenden ist es überaus sinnvoll, die Bedingungen des Katzenklos einmal genauer zu überprüfen. Katzen sind überaus hygienische und reinliche Lebewesen. Selbst dann, wenn die Katzentoilette bereits als solche akzeptiert wurde, kann die Katze sie bei unhygienischen Bedingungen von heute auf morgen meiden. Bei einem Mehrkatzenhaushalt mit einer unzureichenden Anzahl an Katzentoiletten kann es durchaus auch die Furcht sein, welche die Katze zu einer Duftmarkierung treibt. In diesem Fall signalisiert die Katze, dass sie gern die Katzentoilette benutzen würde, dies jedoch aus Angst vor Konflikten ihr nicht möglich ist. Durch die Anschaffung weiterer Katzentoiletten kann dieses Problem dann sehr simpel gelöst werden.

Für den Menschen ist die Duftmarkierung der Katze in erster Linie ein Geduldspiel. Die möglichen Ursachen für die Duftmarkierung müssen erst einmal herausgefunden werden, bevor es an die Bekämpfung geht. Nicht selten kann dies mehrere Wochen in Anspruch nehmen, die jedoch definitiv aufgewendet werden sollten. Eine Katze, die Duftmarkierungen im Haushalt setzt, macht dies niemals ohne Grund und sie möchte damit im Grunde genommen ein klares Zeichen setzen. Der Gang zum Tierarzt sollte auf jeden Fall unternommen werden und falls dieser Besuch keine weitergehenden Erkenntnisse mit sich bringt, sollte etwaig sogar darüber nachgedacht werden, einen Katzenverhaltensexperten aufzusuchen. Nur auf diese Weise kann dann der genaue Grund für die Duftmarkierung der Katze in Erfahrung gebracht werden.

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Letzte Aktualisierung am 25.02.2020 um 22:24 Uhr / Werbung / Bilder: Amazon